Feuer und Flamme für Chilis

Gesund und schön dank scharfer Schoten.

Wellness pur: Nur wenige Pflanzen haben Früchte mit einer derartigen Zahl gesundheitsfördernder Inhaltsstoffe in hoher Konzentration wie die Capsicum-Gattung (also Paprika bzw. scharfe Pfefferoni – Chilis). Auf ihr Gewicht bezogen enthalten die Chilis dreimal soviel Vitamin C wie Zitrusfrüchte.

Besonders rote Chilis sind reich an wertvollem Beta-Karotin – dem Provitamin A, das für gesunde Augen, den Schutz der Schleimhäute, Infektionsschutz und die Zellvitalität zuständig ist. Auch das für den Eiweißstoffwechsel wichtige Vitamin B6 ist in Chilis enthalten. Als einzige Gemüseart enthält sie auch im beachtlichen Maß Vitamin B, das die Blutgefäße stabilisieren soll.

Und Sie dachten, Chilis wären bloß scharf!

Die Schärfe spielt in der Fitness eine wichtige Rolle. Ihr Feuer verdanken Chilis Capsaicin, das man in der Natur nur in ihnen findet.

Die "Schärfe" regt die Bildung von Speichel und Verdauungssäften an.

Es ist also keine Einbildung, dass man schwer Verdauchliches - z.B. fette Fleischspeisen, sehr scharf gewürzt "besser verträgt".

Die wichtigsten Sorten:

Cayenne:  klassisch rote Chili aus Mexiko, schlanke Schote (5-20 cm lang), wird getrocknet zu Pulver verarbeitet

Chili:  kurze kegelförmige Frucht, dunkelgrün bis rot, dickfleischig, sehr scharf

Cherry:  rote, runde, fleischige Frucht zum Einlegen

Kirschpaprika:  beißende Schärfe

Habanero:  die schärfste unter den Chilisorten, orange-rot, 5-6 cm große Frucht

Milden Spiral: lange, spitze, spiralenförmige Frucht, gelb-grün bis rot, mild, Frischverzehr und zum Einlegen

 

Schärfeskala:

Der Schärfegehalt wird in Scoville-Einheiten angegeben. Für den allgemeinen Gebrauch reicht jedoch eine Einteilung von 0 - 10. Die Schärfe der Chilis ist nicht nur sortenbedingt unterschiedlich, sondern unterliegt auch den natürlichen Schwankungen von Klima, Bewässerung und Bodenbeschaffenheit.

Timing ist alles

Wenn Sie Ihre Chilis so richtig scharf mögen, sollten Sie nicht zu früh ernten - aber auch nicht zu spät. In Mexiko ist die Chili 40 bis 50 Tage nach der Fruchtbildung am schärfsten. Bei unseren klimatischen Verhältnissen darf man getrost ein paar Wochen dazuhängen. Ob rot oder grün - auf jeden Fall wünschen wir eine "scharfe Ernte".

 

Herstellung von Chiliöl

Variante 1:

Chilischoten gut trocknen lassen (z.B. am sonnigen Platz ca. zwei Wochen aufhängen). Getrocknete Schoten samt Kernen klein schneiden und in eine Flasche geben, mit Olivenöl auffüllen und verschließen. An einem dunkelen Ort lagern. Nach ca. zwei Wochen ist das Öl scharf und bereit für alle Anwendungen. Die Flaschen können 2 bis 3mal aufgefüllt werden, es wird immer wieder scharf.

Variante 2:

Öl in einer Pfanne erhitzen, getrocknete Chilischoten samt Kernen in Öl anrösten, anschließend abseihen und das Öl in Flaschen abfüllen.

 

Gärtnerei Prauser

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