Ehrwürdiges Grün für graue Tage

Efeu in freier Natur, im Garten und im Haus: Im Spätherbst und Winter gewinnt der immergrüne Blattschmuck so richtig an Bedeutung.
Efeu, botanisch Hedera, aus der Familie der Araliengewächse bietet als grüne Fassade an Hauswänden vielen Tierarten Lebensraum. Er umspielt als Bordüre Wege, Terrassen und Stufen und  belebt altes Gemäuer oder schlingt sich durch Zäune und Gitter. Und er lässt sich im Topf gut in Form ziehen. Sein Name geht auf germanische Wurzeln zurück und bedeutet soviel wie ewig, ein Hinweis auf die immergrünen, ewig ausdauernden Blätter.

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Interessant ist auch die Wandelbarkeit des Efeus im Laufe seines Wachstums. Als Keimling sind die Blätter beinahe oval, später bilden sich die typischen gelappten Blätter, die schließlich in der so genannten Altersform zunächst herzförmig und später spitz-eiförmig werden. Erst jetzt beginnt der Efeu zu blühen, stellt das Klettern ein und schmückt sich gegen Ende des Gartenjahres mit unscheinbaren Blüten, die in dicken kugeligen Dolden wachsen. Die Beeren kommen oft erst im nächsten Jahr. Der Efeu ist zwar für den Menschen in allen seinen Teilen giftig, für die Vogelwelt nicht. So lieben Amseln die Beeren als willkommene Abwechslung und sorgen nebenbei für die Aussaat des Efeus.
Das einzigartige am Efeu ist seine Vielgestaltigkeit - vom dunklen, fast schwarzen Grün bis hin zu Blättern, die in den unterschiedlichsten Weiß-, Gelb- und Grüntönen erstrahlen. Gut 500 verschieden Efeu-Sorten sind bei uns im Handel. Seit Jahrzehnten züchten die Patres der Abtei Neuburg in Heidelberg in Deutschland immer neue Sorten. Pflege benötigt der Efeu kaum, einzig einen zu trockener Standort, sowohl was den Boden als auch die Luftfeuchtigkeit betrifft, mag er nicht.

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Efeu sollte man immer tief genug setzen. Die kleinblättrigen grünen Sorten sind am robustesten, bei den buntlaubigen kann es aber da und dort bei einem extremen Kahlfrost zu Schäden kommen. Verdorrt über den Winter das Laub, dann ist es aber nicht abgefroren, wie viele meinen, sondern vertrocknet. Hier heißt es aber ein wenig Geduld haben,  die Triebe schmücken sich schon wenige Wochen später wieder mit Laub.

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