Die Wunderblume

Der Juni steht ganz im Zeichen der Rosen. Hier ein kleiner Auszug, was Sie über die Königin der Blumen alles wissen sollten, von Pflege bis Schnitt und Sortenwahl.

Rosen zählen weltweit zu den beliebtesten Kulturpflanzen. Gärtnerisch wird zwischen Wildrosen und Kulturrosen unterschieden. Die Rose wird seit der griechischen Antike als „Königin der Blumen“ bezeichnet. Rosen werden seit weit  mehr als 2000 Jahren als Zierpflanzen gezüchtet - ob als stolze Edelrose, als Zwergrose oder als Kletter- und Strauchrose. Der Trend geht seit ein paar Jahren wieder zu den alten Rosen mit ihren großen Blüten und dem schweren Duft. Freilich, eine vergängliche Pracht, darum entscheiden sich Rosenliebhaberinnen und –liebhaber immer häufiger für Dauerblüherinnen.

Besonders beliebt in den letzten Jahren sind die so genannten Ramblerrosen,  alte Obstbäume sind das Gerüst für diese extrem stark wachsenden Kletterrosen. Kiftsgate gilt als die am stärksten wachsende. Ist sie einmal gut eingewachsen, dann bildet sie Triebe von bis zu zehn Meter pro Jahr. Im Nu wird ein Obstbaum zum Rosenbaum.

Ferner sollte bei Rosen auf das ADR-Gütesiegel geachtet werden: Die „Allgemeinen Deutsche  Rosenneuheitenprüfung" gilt als härtester Rosen-TÜV der Welt. Drei Jahre lang müssen die Testrosen allen Ansprüchen bei den Kriterien Duft, Blühverhalten, Frosthärte und Gesundheit standhalten, bevor sie das begehrte Siegel bekommen.

Rosen benötigen einen sonnigen Standort in luftiger Umgebung. Der Boden sollte tiefgründig sein, bei einem schweren Boden sollte etwas Sand beigefügt werden. Beim Rosenschneiden scheiden sich die Geister: Die einen sagen, Rosen sind kleine Sträucher und sollten es auch bleiben, die anderen sehen sich durch Untersuchungen bestätigt, die besagen: Je radikaler der Rückschnitt, desto gesünder sind die Pflanzen, "sie wachsen sich gesund". Egal welche Variante Sie wählen, eines gilt immer: Das oberste Auge muss außen liegen, im Inneren des Rosenbusches sollte darauf geachtet werden, dass Licht und Luft hineinkönnen. Das hilft Krankheiten zu vermeiden. Nach dem Abblühen werden die Rosen auf ein voll entwickeltes Blatt – das ist ein Blatt mit fünf Teilblättern – zurück geschnitten.

Rosen haben auch  schon immer die Poeten berührt. Hier ein paar Zeilen aus „An meine Rose“ von Nikolaus Lenau (1802-1850):

 

So süßer Duft, so helle Flamme
Kann nicht für irdisch gelten;
Du prangst am stolzen Rosenstamme,
Verpflanzt aus andern Welten;

 

2010-419 1 neu

 

 

 

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